Injektionen
Botox (Botulinum) in Leipzig
Gezielte Muskelentspannung gegen mimische Falten
Botulinumtoxin Typ A entspannt gezielt die mimische Muskulatur und glättet so Falten – auch eingesetzt bei Migräne, Hyperhidrose und zur Gesichtskonturierung.
- Wirkungseintritt
- nach 48–72 Stunden
- Maximaler Effekt
- nach 1–2 Wochen
- Wirkdauer
- in der Regel 4–6 Monate
- 1 Zone (Zornes-, Augen- oder Stirnfalten) 180 €
- 2 Zonen 300 €
Botox ohne Termin: Di–Fr 11–19 Uhr
Ablauf, Wirkung & Risiken
Was ist Botulinum?
Botulinumtoxin Typ A – besser als Botox bekannt – ist ein Protein, das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Der Name Botulinumtoxin entstand, als der Landarzt Justinus Kerner 1820 erstmals von „Wurstgift“ sprach (lateinisch botulus = Wurst, Toxin = Gift). Die Wissenschaft kennt bisher sieben Variationen des Botulinumtoxins, die sogenannten Serotypen A, B, C, D, E, F und G.
In der Medizin wird vor allem biotechnologisch gewonnenes Botulinumtoxin Typ A als hochwirksames verschreibungspflichtiges Medikament eingesetzt – und zwar sowohl zur effektiven und sicheren Behandlung von Falten als auch zur Therapie schwerer neurologischer Bewegungsstörungen und krankhaften extremen Schwitzens unter den Achseln. Da bei den heute aufbereiteten Formen des Botulinumtoxin Typ A der zweite Teil des ursprünglichen Begriffes (Toxin = Gift) keine Rolle mehr spielt, sprechen wir von Botulinum.
Wirkung
Durch ständige Aktivität der mimischen Muskeln können sich im Laufe des Lebens in der darüberliegenden Haut Falten eingraben, zum Beispiel Zornesfalten über der Nase, Stirnfalten oder Lachfalten an den Augenwinkeln (als Krähenfüße bekannt). Da Botulinum die Muskelkontraktion durch Blockade des hierfür nötigen Botenstoffes vermindert, führen Botulinuminjektionen in die betreffende Muskulatur zu einer dosisabhängigen Entspannung. Als Folge der Muskelentspannung glätten sich auch die Falten oder verschwinden vollständig.
Botulinum wird nach der Injektion rasch abgebaut. Seine Wirkung hält, je nach injizierter Menge und Patient, einige Monate an. Botulinum wirkt nur vorübergehend: Nach Beendigung der Wirkung ist weder vom Wirkstoff noch von seinen Effekten an den Nerven etwas nachzuweisen. Da ein ruhiggestellter Muskel aber meist etwas schwächer wird, wird oft eher weniger Wirkstoff benötigt, um den gleichen muskelentspannenden Effekt zu erreichen.
Wirkung – Eintritt und Dauer
In den meisten Fällen tritt der Behandlungseffekt nach 48–72 Stunden ein, der maximale Effekt wird nach 1–2 Wochen erreicht. Selten kann es bis zum Einsetzen der Wirkung auch länger dauern. Die Blockade an der Übertragungsstelle zwischen Nerv und Muskel hält in der Regel 4–6 Monate an. Dann haben sich die durch Botulinum bedingten Veränderungen wieder zurückgebildet. Entsprechend lang bleibt auch das faltenglättende Resultat der Injektion bestehen.
I. Hauptindikationen im oberen Gesichtsdrittel (On-Label)
Botulinumtoxin Typ A wird vorrangig bei mimisch bedingten Falten im oberen Gesichtsdrittel angewendet:
- Stirnfalten: zur Vermeidung der horizontalen Falten auf der Stirn, die als „Sorgenfalten“ bezeichnet werden. Zielmuskel: M. frontalis.
- Glabellafalten (Zornesfalten): Sie entstehen durch häufige Konzentrations- und Sehleistung, beispielsweise bei Bildschirmarbeit, am Übergang vom Nasenrücken zur Stirn. Zielmuskeln: Mm. corrugator, procerus, depressor supercilii.
- Periorbitale Falten (Krähenfüße, Lachfältchen): Einkerbungen, die an den äußeren Augenwinkeln als Zeichen nachlassender Elastizität der Haut entstehen. Zielmuskel: M. orbicularis oculi.
II. Spezielle Indikationen im mittleren und unteren Gesichtsdrittel (Off-Label)
- Periorale Falten („Raucherfältchen“): Der häufigste Grund für Lippenfalten ist nicht eine übermäßige Mimik, sondern eine Fettatrophie. Daher sollte eine Kombination mit Hyaluronsäure-Fillern angestrebt werden. Zielmuskel: M. orbicularis oris.
- Marionettenfalten („Merkel-Falten“): Marionettenfalten resultieren nur selten aus einer Überaktivität des M. depressor anguli oris. Primär sollte daher eine Behandlung mit Hyaluronsäure-Fillern zur Augmentation erwogen werden. Bei vorhandener Überaktivität der Muskulatur sollte eine Kombinationsbehandlung erfolgen – idealerweise wird die Botulinum-Behandlung etwa zwei Wochen vor der Filler-Behandlung durchgeführt. Zielmuskeln: M. depressor anguli oris, Platysma.
- Pflastersteinkinn/Kinnquerfalte: Behandlungsziel ist durch die Entspannung der Kinnmuskulatur ein besser proportioniertes Gesicht. Zielmuskel: M. mentalis.
Masseter, Nase und Hals (Off-Label)
- Masseter-Injektion („Squared Face“): Behandlungsziel ist die Konturierung bzw. Verschmälerung des unteren Gesichtsdrittels (vom „Squared Face“ zum „Slim Face“). Eine Masseterhypertrophie ist häufig bei Patienten zu finden, die an Bruxismus (Zähneknirschen) leiden. Zielmuskel: M. masseter.
- Nasenspitze anheben: Behandlungsziel ist die Nasenbegradigung bei Patienten, die beim Lachen ihre Nasenspitze nach kaudal ziehen, wodurch der Eindruck einer krummen Nase („Hexennase“) entsteht. Zielmuskeln: M. compressor narium minor, M. depressor septi nasi, M. orbicularis oris (Verbindungsfasern zur Nase).
- Verengung der verbreiterten Nase. Zielmuskel: M. nasalis pars alaris.
- Halsfalten: Behandlungsziel ist die Entspannung sichtbarer Platysma-Stränge. Die richtige Patientenauswahl ist hier entscheidend: Von dieser Therapie profitieren nur Patienten mit ausgeprägt hyperkinetischen Platysma-Bändern. Patienten mit Elastose der Haut sind nicht geeignet. Zielmuskel: Platysma.
Meso-Botox (Microbotox)
Microbotox ist eine Technik, bei der winzige Tröpfchen Botulinum eingesetzt werden, um Akne und fettige Haut nicht nur im Gesicht, sondern auch in Bereichen wie Brust oder Rücken zu behandeln. Dabei werden zahlreiche Mikrotröpfchen von verdünntem BoNT-A in die Dermis oder die Grenzfläche zwischen Dermis und Epidermis injiziert.
Ziel ist es, die Schweiß- und Talgdrüsenaktivität zu verringern sowie die oberflächliche Muskelschicht zu entspannen, was zu einer glatteren Haut führt.
Therapie der chronischen Migräne
Die Wirksamkeit von Botulinum bei chronischer Migräne ist belegt: Die Substanz kann die Häufigkeit und die Stärke der Anfälle vermindern. Bei der Botox-Behandlung werden mit einer dünnen Kanüle an insgesamt 31 Stellen an Stirn, Schläfen, Nacken und Schultern Injektionen durchgeführt.
Bei der Behandlung einer chronischen Migräne werden die Botox-Injektionen im ersten Jahr in Abständen von drei Monaten wiederholt. Die nachfolgenden Sitzungen werden dann auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt.
Hyperhidrosis (übermäßiges Schwitzen)
Die vermehrte, lokal begrenzte Schweißneigung ist relativ häufig und betrifft meist Hände, Füße oder Achselhöhlen. Oft kommt es dadurch zu Einschränkungen im Alltag, z. B. durch große Schweißflecken auf der Kleidung oder ständig feuchte Hände beim Händedruck.
Die fokale Behandlung der betroffenen Regionen mit Botulinum ist eine meist sehr gut wirksame und relativ nebenwirkungsarme Therapiemöglichkeit. Dabei werden geringe Dosierungen des Medikaments direkt unter die Haut an den betroffenen Stellen appliziert.
III. Neue Indikationen: Penis-Tox (P-Tox)
Injektionsbehandlung zur Penisvergrößerung und Erektionsverbesserung.
Vor der „P-Shot“-Behandlung wird ein sogenannter Penis-Block angelegt, der die Durchblutung des Penis zeitweise vermindert. Dann wird an mehreren Stellen Botulinumtoxin in die Schwellkörper injiziert. Der Block soll dafür sorgen, dass der Wirkstoff länger vor Ort bleibt, und wird nach ca. 20 Minuten wieder entfernt.
P-Tox: Wirkung
Zu den Effekten des P-Tox zählen unter anderem eine intensivere Durchblutung der Blutgefäße, eine optimierte Nährstoffversorgung des Gewebes und eine Stimulation der Nervenfunktion.
Durch die verbesserte Durchblutung mit P-Tox werden Erektionen härter, intensiver und länger anhaltend. Dadurch kann das sexuelle Empfinden verbessert und das sexuelle Erlebnis gesteigert werden.
P-Tox: Wirkungseintritt und Haltbarkeit
Die ersten Wirkungen treten innerhalb der ersten 3 Wochen nach einer P-Tox-Behandlung auf. Die Durchblutung wird gesteigert, und die Größe des nicht erigierten (schlaffen) und des erigierten Penis nimmt zu. Nach etwa 2–3 Monaten erreicht die Wirkung ihr Maximum und lässt in den folgenden Monaten allmählich wieder nach. Bei Bedarf kann die P-Tox-Behandlung nach etwa 6 Monaten wiederholt werden.
Barbie-Tox: Entspannte Muskeln – elegante Linien
Barbie-Tox ist eine spezielle Anwendung von Botulinumtoxin, das gezielt in die Muskeln des Nackens injiziert wird. Diese Muskeln, insbesondere der M. trapezius, neigen dazu, sich bei Stress und Belastung zu verspannen, was oft zu einer klobigen und unästhetischen Erscheinung führt.
Durch die Injektion von Botox in diesem Bereich werden die Muskeln entspannt und verkleinert, wodurch eine schlankere und längere Nackenlinie entsteht, die an die elegante Silhouette einer Barbie erinnert.
Nebenwirkungen
Die Injektion von Botulinum ist bei Konsultation eines erfahrenen Behandlers eine sehr sichere und gut verträgliche Methode zur sanften Faltenglättung.
Als Folge der Injektion kann es zu kleinen Blutergüssen oder Schwellungen kommen. Vorübergehendes Unwohlsein, Müdigkeit oder Kopfschmerzen wurden beschrieben. Extrem selten kommt es zu allergischen Reaktionen, Juckreiz oder Hautausschlag. Ebenfalls extrem selten sind unangenehme Komplikationen wie das vorübergehende Herabhängen von Augenbraue oder Oberlid oder kurzfristige Sehstörungen. Die korrekte Durchführung der Behandlung schließt solche Risiken aus.
Sämtliche Nebenwirkungen sind – wie die Wirkung von Botulinum – zeitlich begrenzt.
Vergiftungsgefahr (Botulismus)
Botulinumtoxin ist ein sehr wirksames und dadurch auch potenziell gefährliches Gift. Eine Vergiftung ist aber, wie bei allen Stoffen, vom Verabreichungsweg und der Dosis abhängig. Das Bild einer Vergiftung mit Botulinumtoxin, der sogenannte Botulismus, wird bei Aufnahme größerer Mengen in den Organismus (zum Beispiel bei Lebensmittelvergiftungen) beobachtet.
Da bei der ästhetischen Anwendung kleinste, 100.000-fach verdünnte Mengen in umschriebene Muskelareale gespritzt und dort vor Ort gebunden werden (also gar nicht in den Kreislauf und Gesamtorganismus gelangen), kann eine Vergiftung hierbei nicht auftreten.
Kontraindikationen
Aus Sicherheitsgründen wird von einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten. Bei bekannten, mit Muskelschwäche einhergehenden Grunderkrankungen (zum Beispiel Myasthenia gravis) oder Blutgerinnungsstörungen sollte ebenfalls nicht mit Botulinum behandelt werden.
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, klären wir im persönlichen Gespräch in der Villa Hupfeld.
Oft kombiniert mit
Behandlungen →Dermalfiller-Therapie
Präzise Injektionen mit Hyaluron und Biostimulatoren zur Glättung von Falten, zum Ausgleich von Volumenverlust und zur Modellierung von Lippen, Wangen und Nase.
ab 250 €
Fadenlifting
Resorbierbare Fäden heben unter Lokalanästhesie abgesunkenes Gewebe an und regen die Kollagenbildung an – zwischen Unterspritzung und chirurgischem Facelift.
ab 600 €
Ultherapy HIFU
Fokussierter Ultraschall wirkt bis in die SMAS-Schicht, regt die Kollagenneubildung an und strafft Gesicht, Hals, Dekolleté und Körperzonen – ohne Skalpell.
ab 400 €
Termin & Beratung
Ihr nächster Schritt: ein persönliches Gespräch.
Jede Behandlung beginnt mit einer Beratung in der Villa Hupfeld. Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns per WhatsApp oder fragen Sie Ihren Wunschtermin online an.
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–19 Uhr
Botox ohne Termin: Di–Fr 11–19 Uhr
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Ärztliche Leitung
Christos Dimas
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie · Ästhetische Medizin seit 2018
Mitglied der DGBT und ISAC
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